Tasteninstrumente

Tasteninstrumente

  • Klavierkammermusik Open or Close

    Die Klavierkammermusik nimmt von den allerersten Unterrichtsjahren weg einen wesentlichen Stellenwert in der Klavierausbildung ein – sie fördert nicht nur das Teamdenken und die Musizierfreude, sondern ist auch für das musikalische Gemeinschaftserlebnis besonders wichtig.
    Einstiegsalter:
    Grundkenntnisse im Klavierspiel (etwa das sichere Spielen im Fünf-Ton-Raum) vorausgesetzt, ist ein gemeinsames Musizieren bereits in der Elementarstufe möglich und wünschenswert und sollte im Laufe der Ausbildung weiter ausgebaut und vertieft werden.
    Musikstile:
    Das Repertoire in der Klavierkammermusik reicht stilistisch über fünf Jahrhunderte, von der Alten Musik bis zu Kompositionen der Gegenwart und schließt Improvisation und den Bereich der Popularmusik mit ein.
    Besetzungen:
    Die einfachste Möglichkeit der Klavierkammermusik ist das Zusammenspiel des Klaviers mit einem weiteren Instrument, wobei es z.B. für die Besetzung Violine und Klavier oder Klarinette und Klavier bereits zahlreiche Literatur für die ersten Lernjahre gibt. Sehr beliebt ist auch das Spiel im Klavierduo (vierhändig oder an 2 Klavieren) mit Werken in allen Schwierigkeitsgraden. Größere Besetzungen reichen vom traditionellen Klaviertrio (Violine, Violoncello, Klavier) über das sechshändige Klavierspiel bis hin zum Mitwirken in Ensembles mit offenen bzw. variablen Besetzungen.
    Unterrichtsform:
    Klavierkammermusik findet als Gruppenunterricht statt und wird gerne geblockt abgehalten. Oft kooperieren dabei auch Lehrpersonen aus unterschiedlichen Fächern, etwa für ein bestimmtes Projekt oder als Vorbereitung für einen Wettbewerb, wodurch fächerübergreifende Unterrichtsinhalte angeboten werden.

  • Gemischtes Ensemble Open or Close

    In diesem Unterrichtsfach wird das Miteinandermusizieren in verschiedensten Besetzungen gepflegt und gefördert.
    Gemischte Ensembles sind ein wichtiger Bestandteil im Unterrichtsangebot. Zum einen lernt man andere Instrumentengruppen kennen und zum anderen ermöglicht diese Unterrichtsform musikalische Auseinandersetzung mit der vielfältigen Ensembleliteratur aus allen Epochen und Stilen.

  • Orgel Open or Close

    Voraussetzung:
    Das Spiel auf der Orgel (der sogenannte Pfeifen- oder Kirchenorgel) verlangt eine bestimmte Körpergröße, da man mit den Füßen das Pedal erreichen muss.
    Das gleichzeitige Spiel auf 2 Manualen und Pedal (also die Koordination von Händen und Füßen) und das Lesen von drei Systemen stellen erhebliche Anforderungen an die Schüler/innen dar, Vorkenntnisse durch Klavier oder Cembalounterricht sind daher von Vorteil.
    Einstiegsalter:
    Ab ca. 10 Jahren kann mit dem Unterricht begonnen werden, Vorkenntnisse am Klavier sind sehr wünschenswert, jedoch nicht unbedingt notwendig. Ambitionierten Schüler/innen wird ein parallel laufender Klavierunterricht empfohlen.
    Musikstile:
    Auf der Orgel ist eine große Bandbreite an Repertoire – auch in der Unterstufe – problemlos realisierbar.
    Die Literatur für Pfeifenorgel umfasst Musik von der Renaissance bis in die Moderne, das Erlernen von Kirchenliedbegleitung hat ebenso Platz wie die einfache Improvisation. Möglichkeiten zum Musizieren mit anderen bieten sich in der Kirchenmusik, z.B. in Zusammenarbeit mit Kirchenchören, für Kammermusik mit anderen Instrumenten ist die Orgel ebenfalls sehr gut geeignet.
    Unterrichtsformen:
    Den größten und bedeutendsten Teil nimmt im Musikschulbereich das solistische Orgelspiel ein, das durch die Bereiche Orgel-Kammermusik und Liturgisches Orgelspiel ergänzt wird.
    Instrument:
    Der Klang bei der Orgel wird durch Pfeifen erzeugt, die durch einen "Orgelwind" genannten Luftstrom angeblasen werden. Zur Abgrenzung gegenüber elektronischen Orgeln wird sie daher auch Pfeifenorgel genannt.
    Der Unterricht findet normalerweise in einer geeigneten Kirche statt, in manchen Landesmusikschulen gibt es eine Orgel im Schulgebäude oder eine Digitalorgel.
    Üben:
    Da im Falle eines Unterrichtseintrittes ein geeignetes Instrument zum Üben zur Verfügung stehen muss, ist zu beachten, dass rechtzeitig entsprechende Vorkehrungen zu treffen sind.
    Grundsätzlich sollte an einer Kirchenorgel geübt werden, das Üben und/oder Vorbereiten der Stücke (Erarbeitung der Manualpartie) auf dem Klavier ist möglich und empfehlenswert.

    KOMU-Lehrplan Orgel

  • Mundharmonika Open or Close

    Die chromatische Mundharmonika gehört zur Familie der Zungeninstrumente, die Tonerzeugung basiert auf dem Prinzip der freischwingenden Stimmzungen.Ihre Entstehung, bzw. Verbreitung im europäischen Raum geht auf das Ende des 18. Jhdt. zurück.Das Angebot an Mundharmonikas reicht von diatonischen Modellen mit verschiedenen Tonskalen und reinen Begleitinstrumenten bis zu chromatischen Instrumenten. Einige dieser Mundharmonikaarten sind insbesondere für spezielle Musizierpraktiken geschaffen (z.B. diatonische Instrumente mit der sogenannten Tremolostimmung für Volksmusik, die diatonische „Blues Harp“ für Blues, Folk, etc.)
    Einstiegsalter:
    Die Mundharmonika ist für einen frühzeitigen Beginn des Instrumentalunterrichtes (ca. ab dem 6. Lebensjahr) sehr gut geeignet. Auch erwachsene Schüler können dieses Instrument relativ leicht erlernen. Spezielle Instrumentenmodelle können auch im Bereich der elementaren Musikpädagogik eingesetzt werden.
    Unterrichtsform und Instrument:Der Unterricht erfolgt vorzugsweise in der Gruppe, aber auch Einzelunterricht ist möglich. Aus hygienischen Gründen gibt es keine
    Leihinstrumente. Vor dem Neukauf ist es ratsam, fachliche Beratung durch die jeweilige Lehrperson in Anspruch zu nehmen. Kostengünstige Einstiegsmodelle mit speziell geformten Mundstücken erleichtern die Einzeltonbildung, weiterführende Modelle besitzen einen Tonschieber und weisen eine durchgehend chromatische
    Tonskala von 2 ½  bis 4 Oktaven auf (c– d4).
    Einsatzmöglichkeit:
    Die chromatische Mundharmonika ist durch die vornehmlich einzeltönige Spielweise besonders als Ensembleinstrument geeignet (für Mundharmonika- und gemischte Ensembles), kann aber durchaus auch solistisch und kammermusikalisch eingesetzt werden. Neben einer Reihe originaler Werke (von Solobesetzung bis zum großen Mundharmonikaorchester) eignen sich für die chromatische Mundharmonika viele Stücke aus dem Bereich der Volksmusik, der Schulmusik, der internationalen Folklore, zum Teil auch Werke aus historischer Zeit, aus dem Jazz und aus der Neuen Musik.

  • Melodica Open or Close

    Einstiegsalter:
    Die Melodica ist ein sehr gutes Einstiegsinstrument und als Elementarinstrument für den frühen Unterricht bzw. als Vorstufe für z. B. Keyboard, Klavier, Akkordeon optimal geeignet.
    Weiters kann ein „Unterrichtsloch“ nach der Musikalischen Früherziehung vermieden werden, da die dort gewonnenen musikalischen Erfahrungen sofort weiter verarbeitet und erweitert werden können.
    Verwendung:
    Die Melodica bietet als Allround-Instrument einen sehr guten Einstieg in die Musik. Dabei werden erste Blastechniken genauso kennengelernt wie das Tastenbild für alle weiterführenden Tasteninstrumente.
    Für Kinder, die für ein bestimmtes Instrument noch zu klein sind bzw. nicht unbedingt Blockflöte lernen möchten, bietet sich die Melodica als mögliche Alternative an.
    Unterrichtsformen:
    Die Melodica ist speziell für den Gruppenunterricht und das Ensemblespiel geeignet.
    Instrument:
    Nach der Art der Tonerzeugung gehört die Melodica zur Familie der Mundharmonika. Sie hat durchschlagende Zungen, die durch Atemluft zum Schwingen gebracht werden.
    Die Zungen der Melodica werden nur angeblasen, im Gegensatz zur Mundharmonika können daher beim Einatmen keine Töne erzeugt werden.
    Der augenfälligste Unterschied ist die dem Klavier nachgebildete Tastatur. Diese ermöglicht ein leichtes Greifen, während das schnabelförmige Mundstück die Atemluft steuert und so einen sicheren Ansatz gewährleistet.
    Das Mundstück ist auswechselbar, an der Unterseite ist eine Wasserklappe angebracht.
    Die Melodica wird mit der linken Hand gehalten. Vier Finger stecken in der an der Unterseite angebrachten Schlaufe, während der Daumen das Instrument von unten stützt.
    Die Melodica wird schräg nach unten gehalten, beide Arme sind im Ellbogengelenk leicht angehoben, also nicht an den Körper angelegt.

  • Klavier Open or Close

    Voraussetzungen:
    Für das Klavierspiel gibt es keine körperlichen Grundvoraussetzungen.
    Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig, aber von Vorteil (etwa der vorherige Besuch der Musikalischen Früherziehung).
    Einstiegsalter:
    Das Erlernen des Klavierspielens ist grundsätzlich ab einem sehr frühen Alter (ab etwa 5 Jahren) bis ins hohe Alter möglich.
    Sehr gut ist ein Einstieg etwa ab der zweiten Klasse Volksschule (also mit ca. 7 oder 8 Jahren), wobei ein vorheriger Besuch der Musikalischen Früherziehung von Vorteil ist.
    Musikstile:
    Das Repertoire beim Klavierspiel reicht über fünf Jahrhunderte, von der Alten Musik bis zu Kompositionen der Gegenwart, und schließt Improvisation und den Bereich der Popularmusik mit ein.
    Das Klavier hat seinen Platz beim Solospiel ebenso wie in der Kammermusik, in der Liedbegleitung, bei Bands und Jazzformationen.
    Unterrichtsformen:
    Die zentrale Unterrichtsform ist der Einzelunterricht, daneben spielt aber auch das gemeinsame Musizieren (vom vierhändigen Klavierspiel bis hin zur Mitwirkung in größeren Ensembles) eine wichtige Rolle.
    Instrument:
    Beim Beginn des Klavierunterrichts ist die Auswahl eines geeigneten Instruments besonders wichtig. Empfohlen wird die Anschaffung eines mechanischen Instruments, also eines Pianinos oder Flügels, da beim Spiel auf einem mechanischen Klavier Anschlag, Saitenschwingung und Resonanz auf natürliche Art und Weise zusammenwirken.
    Bei einem Ankauf eines Klaviers ist eine Beratung durch die Lehrkraft unbedingt empfehlenswert.

    KOMU-Lehrplan Klavier

  • Diatonische Ziehharmonika Open or Close

    Die diatonische Ziehharmonika ist eines der wohl prägendsten Instrumente der Volksmusik im gesamten Alpenraum. Sie ist sowohl solistisch als auch in Ensembles hervorragend einsetzbar und erfreut sich nicht zuletzt deshalb großer Beliebtheit. Die elementare Basis des Spielgutes bildet die tradierte alpenländische Volksmusik, es ist aber durchaus möglich, neue Stilrichtungen (Jazz, Choräle,...) mit diesem Instrument zu spielen.
    Gemessen mit anderen Instrumenten ist die diatonische Ziehharmonika ein relativ „junges“ Instrument. So wurde 1829 in Wien der erste Vorläufer der heutigen Instrumente unter dem Namen „Accordion“ als Patent angemeldet.
    Einstiegsalter:
    Die diatonische Ziehharmonika kann grundsätzlich ab dem 7. Lebensjahr (körperliche Eignung vorausgesetzt) erlernt werden. Auch Erwachsene können dieses Instrument noch erlernen.
    Unterrichtsform:
    Die ursprünglichste Methode dieses Instrument zu erlernen basiert auf dem Prinzip Hören – und Nachspielen. Dadurch konnten zahlreiche regional unterschiedliche Stile bis heute erhalten sowie auch weiterentwickelt werden („Muttersprachen Methode“). Neben dieser Unterrichtsform wird auch der Unterricht nach Griffschrift (spezielle Notation für die diat. Ziehharmonika) und Normalnotation angeboten.
    Der Unterricht kann sowohl im Einzel- als auch im Gruppenunterricht erfolgen.
    Instrumente:
    Die Anschaffung erfolgt durch Kauf bzw. durch Mietkauf bei einem Harmonikahersteller oder einem Musikfachgeschäft. Einige Landesmusikschulen bieten auch Leihinstrumente an, welche gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden können.
    Es wird empfohlen, sich vor dem Kauf eines Instrumentes an ihre/n zukünftige(n) LehrerIn zu wenden, er/sie wird sie gerne beraten, ein passendes Instrument zu finden.

  • Cembalo Open or Close

    Einstiegsalter:
    Das Cembalo ist ein ideales „Einstiegsinstrument“ in den Bereich der Tasteninstrumente. Die Tonerzeugung ist leicht nachvollziehbar, der Druckpunkt ist mit einer mechanischen Orgel vergleichbar.
    Das ideale Alter für den Unterrichtsbeginn liegt bei 7 bis 8 Jahren. Meist erlernen es Klavierschüler/innen, die sich vom reizvollen Klang und feinen Anschlag des Cembalos begeistern lassen, nach einigen Lernjahren.
    Musikstile:
    Das Repertoire für Cembalo ist – auch für Anfänger/innen – sehr groß und umfasst  Solowerke vom Ende des 15. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, Cembalomusik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Transkriptionen.
    Verwendung:
    Es gibt zahlreiche Landesmusikschulen, die mit einem Cembalo ausgestattet sind, da für die historische Aufführungspraxis von barocker Kammermusik der Einsatz eines Cembalos zum Standard geworden ist. Im 20. Jahrhundert erlebte das Cembalo eine Wiederbelebung als zeitgenössisches Musikinstrument.
    Unterrichtsformen:
    Cembalounterricht findet in der Regel im Einzelunterricht statt, der auch die beste individuelle Betreuung der Schüler/innen gewährleistet.
    Von Anfang an wird im Cembalounterricht und den begleitenden Ergänzungsfächern besonderes Augenmerk auf Ensemble und Kammermusik gelegt, da man als Cembalist/in immer auch kammermusikalisch aktiv ist.
    Instrument:
    Das Cembalo als Unterrichtsfach für Kinder ist an den Landesmusikschulen zur Zeit noch eher selten zu finden. Es ist ein historisches Tasteninstrument mit Zupfmechanik, das als Begleitinstrument für Kammermusik aus Renaissance und Barock besonders beliebt ist. Kleinere Modelle sind das Spinett oder das Virginal.
    Üben:
    Die Schüler/innen müssen die Möglichkeit haben, regelmäßig auf einem Kielinstrument zu üben. Idealerweise wird ein Instrument angekauft oder ein Leihinstrument der Musikschule für die Arbeit zu Hause zur Verfügung gestellt, das Üben auf dem Klavier oder auf Digitalpianos wird nicht empfohlen.

    KOMU-Lehrplan Cembalo

  • Akkordeon Open or Close

    Einstiegsalter:
    Das Akkordeonspiel kann grundsätzlich in jedem Alter erlernt werden.
    Mit einem Instrument in entsprechender Größe kann schon ab ca. 4 Jahren mit dem Unterricht begonnen werden, als besonders geeignet erweist sich ein Einstieg etwa ab der 2. Volksschulklasse. Eine musikalische Vorbildung in einer Elementaren Früherziehungsklasse wäre von Vorteil, ist aber nicht Bedingung.
    Musikstile:
    Akkordeon ist ein Universalinstrument: Von Volks- und Unterhaltungsmusik, Tango, Jazz, Pop, Balkanmusik, Klezmer und Bearbeitungen aus allen Musikepochen bis hin zu Kompositionen der klassischen Moderne steht eine große Auswahl an Literatur zur Verfügung.
    Es kann solistisch, gemeinsam mit anderen Instrumenten oder im Akkordeonensemble gespielt werden, wobei auch hier verschiedenste Stilrichtungen möglich sind.
    Unterrichtsformen:
    Akkordeon wird im Einzelunterricht oder Gruppenunterricht angeboten. Die Einteilung erfolgt von der Lehrperson nach pädagogischen Überlegungen.
    Daneben ist das Musizieren im Akkordeonensemble bzw. Akkordeonorchester oder in fächerübergreifenden Gruppierungen möglich.
    Instrument:
    Instrumente mit Standardbass haben auf der rechten Seite Tasten oder Knöpfe für die Melodie und auf der linken Knöpfe für die Bässe; sie eignen sich gut für Popular-, Volks- und Tanzmusik, aber auch für Transkriptionen aus dem Bereich der klassischen Musik und für zeitgenössische Musik.
    Sogenannte Convertor - Modelle eröffnen neue Möglichkeiten: Mit den Bassknöpfen können nicht nur Akkorde, sondern auch einzelne Basstöne gespielt werden. Durch ihre Vielseitigkeit eigenen sie sich besonders für die klassische und zeitgenössische Literatur.
    Der Unterrichtsbeginn ist mit beiden Modellen möglich, es gibt Instrumente in verschiedenen Größen.
    Idealerweise sollte vor der Instrumentenbeschaffung mit der Lehrperson Kontakt aufgenommen werden.

    KOMU-Lehrplan Akkordeon

Amt der Oö. Landesregierung
Direktion Kultur / Oö. Landesmusikschulwerk
4021 Linz, Promenade 37